Aktuell
Schaffhausen, 22.1.2012
Das am 22. Dezember 2011 erstellte, gemeinsame Fachgutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) und der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) legt plausibel dar, dass keine der bisher vom Bundesamt für Energie (BFE) zusammen mit der Axpo AG vorgeschlagenen Varianten die gewässerökologischen, landschafts- und ortsbildschützerischen Anforderungen erfüllt. Den Schlüssel für eine tragfähige Lösung sehen die Experten eindeutig bei einer deutlich höheren Mindestrestwassermenge als bisher geplant - nämlich je nach Variante 60-150m3/s statt lediglich 20-25m3/s.
Der Rheinaubund begrüsst diese Öffnung in der Lösungssuche für die dringend nötige Restwassersanierung ausdrücklich, ebenso die Hinweise der Gutachter mit Blick auf eine allfällige Neukonzessionierung des Kraftwerks. Der Ball liegt jetzt beim BFE, der Axpo AG und den Kantonen, welche die Sanierungsvarianten nun möglichst rasch überarbeiten müssen. Die gesetzlich bereits verlängerte Frist für eine Sanierung läuft dieses Jahr ab.
Auskünfte: Stefan Kunz, Geschäftsführer Rheinaubund, 079 631 34 67
Das Bundesgericht hat den geplanten Restaurant-Neubau auf der Insel Ufenau letztinstanzlich als verfassungswidrig eingestuft. Damit darf der Entwurf von Star-Architekt Peter Zumthor auf der Ufenau nicht realisiert werden. Die Ufenau zählt zu den Moorlandschaften von besonderer Schönheit und gesamtschweizerischer Bedeutung. Artikel 78 der Bundesverfassung stellt diese Landschaften grundsätzlich unter Schutz und untersagt wesentliche Veränderungen wie Neubauten .
Das Schwyzer Verwaltungsgericht hatte im April 2011 Beschwerden von Umwelt- und Heimatschutzverbänden gegen die Neubauten abgelehnt. Nun hat das Bundesgericht die Beschwerde der Gewässerschutzorganisation Aqua Viva letztinstanzlich gutgeheissen und die Baubewilligung für das Restaurant aufgehoben. Ob das Kloster Einsiedeln als Besitzerin der Ufenau an den weiteren Vorhaben wie dem Abriss des Anbaus und der Erweiterung des Weidstalls festhalten will, ist noch nicht bekannt. Das Kloster werde zu gegebenem Zeitpunkt weiter informieren.
Der Rheinaubund, der Kantonale Fischereiverba
nd und der WWF Schaffhausen haben sich intensiv mit den Folgen eines möglichen Höherstaus auseinandergesetzt und sind zur Überzeugung gelangt, dass die maximal rund 5%ige Produktionssteigerung am KW Schaffhausen die zusätzlichen Beeinträchtigungen durch einen Höherstau am Rhein nicht aufwiegen kann. Ein ganzjähriger Höherstau würde zahlreiche schützenswerte oder geschützte Fluss- und Uferabschnitte empfindlich treffen, darunter das Flachmoor von nationaler Bedeutung im Schaaren sowie Laichplätze und Lebensraum der national stark bedrohten Äsche.
Download Medienmitteilung Höherstau KW Schaffhausen (75 kB)
Pünktlich zur Adventszeit sind die "Wasseroasen Region Schaffhausen" erschienen.
Zehn überraschende Wasserorte, dokumentiert mit Text, Bild, Karte und einem Wandervorschlag warten darauf, entdeckt zu werden!
Als kleine Kostprobe hier die Wasseroase "Morgetshofsee" zum kostenlosen Download (1.5 MB).
Rheinaubund Mitglieder / natur und mensch AbonenntInnen haben die Druckversion zugeschickt bekommen; gerne versenden wir das Werk (19 x 12 cm, 56 Seiten) gegen einen Selbstkostenpreis von 10 Fr. inkl. Versand.




