Situation
Das Hydraulische Kraftwerk Beznau (HKB) strebt eine Erneuerung der 2022 auslaufenden Konzession an. Die axpo AG plant daher, auch auf Grund des Alters des bestehenden HKB, ein neues hydraulisches Kraftwerk Beznau (Projektname NEBE) zu erstellen. Die heutige Wehranlage bei Schmidberg leitet das Wasser der Aare in den 1.2 km langen Oberwasserkanal ab, der gleichzeitig das Kernkraftwerk mit Kühlwasser versorgt. Am Ausleitwehr wird das Restwasser mit einem Dotierkraftwerk turbiniert. Das neue Kraftwerk mit einer Ausbauwassermenge von rund 530 m3/s und drei Rohrturbinen soll im Oberwasserkanal, rund 100 m vor dem heutigen HKB, platziert werden.
Zur Zeit ist der Prozess sistiert, dies auf Grund des 2011 beschlossenen Ausstiegs der Schweiz aus der Atomkraft. Geplant war, das neue Wasserkraftwerk bis 2014/2015 fertig zu stellen.
Zielsetzungen Rheinaubund
- Als Referenzzustand für die Umweltverträglichkeitsprüfung wird vom Kraftwerksbetreiber derjenige akzeptiert, der sich bei der Nichterneuerung der Konzession und der Aufhebung des Kraftwerkbetriebs einstellen würde.
- Die heutige Restwassermenge von 80 m3/s (plus 40 m3/s Kühlwasser) ist beizubehalten oder auszubauen.
- das Auengebiet Stille/Wasserschloss darf nicht mehr vom Rückstau des HKW Beznau betroffen sein
- Eine aus ökologischer Sicht intakte Längsvernetzung ist anzustreben. Der Fischpass am linken Ufer des Ausleitwehrs ist neu zu bauen. Nur so kann eine ausreichende Funktionstüchtigkeit der Fischwanderhilfe erreicht werden.
- In der Restwasserstrecke befinden sich wichtige Äschenhabitate (inkl. Laichplätzen). Diese müssen erhalten werden.
- Der Geschiebetransport muss gegenüber der heutigen Situation verbessert werden.
