Situation
Rund einen Kilometer nach dem Kraftwerk IBAarau wird die Aare durch das Kanalkraftwerk Rüchlig erneut genutzt. Das Flusslaufkraftwerk nutzt ein Bruttogefälle von etwas mehr als drei Metern. Die Aare und die Restwasserstrecke von IBAarau werden im Hochwasserfall fast bis nach Wöschau zurückgestaut. Mit entsprechend negativen Konsequenzen für die Fischwanderung. Das Kraftwerk wurde durch das Aarehochwasser 2007 stark beschädigt. Die Konzession des Kraftwerks Rüchlig wurde am 17. August 2011 erneuert und das Ausbauprojekt genehmigt.
Der Rheinaubund wirkt an der Begleitkomission zu den Arbeiten am Kraftwerk Rüchlig mit.
Zielsetzungen Rheinaubund·
- Die Konzessionsdauer ist auf 40 Jahre festzulegen.
- Im Sinne eines einzugsgebietsmässigen Flussmanagements sollen die Neukonzessionierungen der beiden Kraftwerksbetriebe KW Rüchlig und IBAarau aufeinander abgestimmt werden, insbesondere die Massnahmen zur Hochwassersicherheit.
- Ein allfälliger Höherstau des Kraftwerks darf die Fliessgewässerdynamik der Restwasserstrecke des KW IBAarau nicht beeinträchtigen.
- Die Restwasserstrecke darf nicht eingestaut werden, oder es müssen entsprechende Ersatzmassnahmen umgesetzt werden
- Die Fischgängigkeit ist in beiden Richtungen mindestens im heute technisch möglichen Ausmass zu gewährleisten und entsprechend den Ergebnissen des Monitoring sowie des technologischen Fortschritts anzupassen.
- In den Konzessionsvertrag ist eine grundsätzliche Verpflichtung für eine Beteiligung des Konzessionsnehmers an einem noch festzulegenden Geschiebe-Management aufzunehmen.
- Für den Betrieb des Kraftwerks darf kein Grundwasser in Anspruch genommen werden.
- Das Monitoring-Programm muss sicherstellen, dass die notwendigen Daten für die Einhaltung der gesetzliche Vorgaben und derjenigen der Konzession bezüglich der Umwelt zeitgerecht zur Verfügung stehen.
- Einsetzung einer ständigen unabhängigen "Begleitkommission Ökologie" mit Beteiligung der Umwelt- und Fischereiverbände.

