Situation
Die Koch Generalunternehmen AG plant einen Neubau (Neukonzessionierung) Kraftwerk Tuurau. Nachdem das Vorprojekt - bestehend aus den Varianten 1: Ausleitkraftwerk und 2: Flusskraftwerk - und die UVP-Voruntersuchung sowie das Pflichtenheft für die UVP-Hauptuntersuchung im Frühling 2009 abgeschlossen werden konnten, wurde am 26.8.2009 eine Präsentation und Diskussion dieser Planungsarbeiten mit den Amtsstellen des Kantons TG durchgeführt. Die Bauherrschaft hat sich mit Hilfe eines Variantenstudiums schlussendlich entschieden, die Variante Ausleitkraftwerk weiterzuverfolgen. Mit diesem Entscheid würde eine neue Restwasserstrecke von rund 3.2 Kilometern geschaffen. Stauzielerhöhung: 3 Meter; Verlängerung Stauwurzel um 650 Meter. Tangiert werden 2 Auengebiete von nationaler Bedeutung und 1 Amphibiengebiet von nationaler Bedeutung.
Zielsetzungen Rheinaubund
- Die Koch Generalunternehmen AG realisiert ein Laufkraftwerk (ohne Ausleitstrecke).
- Eine Erteilung einer 40 jährigen Konzession wird angestrebt.
- Als Referenzzustand für die Umweltverträglichkeitsprüfung wird vom Kraftwerksbetreiber derjenige akzeptiert, der sich ohne altes Kanalkraftwerk eingestellt hätte.
- Die Projektierung von ökologischen Ausgleichsmassnahmen (ÖAM) geschieht in erster Linie zugunsten der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Oberwasser: Nr.12, Ghöggerhütte; Unterwasser: Nr. 11 Unteres Ghögg)
- Gewässerökologisch ist der Kanton St. Gallen im Bereich der Stauwurzel von diesem Vorhaben stark betroffen. Im Zusammenhang mit der allfälligen Projektierung von ÖAM sollte damit der Kanton St. Gallen miteinbezogen werden.
- Die Fischgängigkeit ist in beiden Richtungen mindestens im heute technisch möglichen Ausmass zu gewährleisten und entsprechend den Ergebnissen des Monitoring sowie des technologischen Fortschritts anzupassen.
- In den Konzessionsvertrag ist eine Verpflichtung für eine Beteiligung des Konzessionsnehmers an einem noch festzulegenden Geschiebe-Management aufzunehmen.

