Aktuelles aus dem Gewässerschutz
07. Mai 2013
Seit Jahren kämpft Aqua Viva – Rheinaubund zusammen mit dem lokalen Landschaftsschutzverein ripa inculta! und den Anwohnern gegen die geplante 600 m lange Luxusüberbauung am Zürichseeufer. Jetzt wird der Fall vor das Schwyzer Verwaltungsgericht gezogen.
Medienmitteilung: Beschwerde Testufer Nuolen See (81 kB)
17. April 2013
Der Kanton Zürich hat heute verfügt, dass Stechmücken im Auengebiet von nationaler Bedeutung „Eggrank-Thurspitz“ mit dem Biozid BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) bekämpft werden dürfen. Aqua Viva - Rheinaubund beurteilt den Einsatz von Bioziden in Naturschutzgebieten als fragwürdige Entwicklung.
Aqua Viva - Rheinaubund hat Verständnis, dass ein Grossteil der Bevölkerung eine Mückenplage, wie sie im Frühsommer 2012 aufgetreten ist, als sehr lästig empfindet. Wir halten aber auch fest, dass es entlang von Thur und Rhein seit jeher Jahre gab, in denen die Mücken zu gewissen Zeiten und an gewissen Orten zur Plage wurden. Eine langfristige Zunahme von Mückenplagen ist nicht belegt und bisher ist auch kein Zusammenhang mit Revitalisierungsmassnahmen im Auengebiet von nationaler Bedeutung ersichtlich – auch nicht 2012!
15. April 2013
Das Zürcher Verwaltungsgericht heisst die Beschwerde von Aqua Viva - Rheinaubund gegen den Bau eines Seerestaurants im Gewässerraum des Greifensees in wesentlichen Teilen gut.
Die von der Stadt Uster und der kantonalen Baudirektion erteilten Ausnahmebewilligungen sind ungültig. Uster und der Kanton müssen Alternativen zum Standort auf der grünen Wiese suchen – ein Prozess, den die Stadt Uster bereits eingeleitet hat, indem sie im Bereich des verbauten Uferabschnitts einen Platz für das Seerestaurant vorsieht.
Das Verwaltungsgerichtsurteil kann auf Anfrage bei
uns bezogen werden
10. April 2013
Die Schaffhauser Regierung will die Stromproduktion am Rheinfall mit einem neuen Kraftwerk ausbauen. Damit dieses Vorhaben möglich wird, müsste das kantonale Wasserwirtschaftsgesetz revidiert werden.
Aqua Viva – Rheinaubund wehrt sich mit aller Vehemenz gegen die Pläne des Kantons Schaffhausen und der beiden Stromkonzerne Axpo und EnAlpin. Der Rheinfall ist der grösste Wasserfall von Europa, ein Naturphänomen von internationaler Bedeutung, der auf keinen Fall der Gier nach mehr Strom zum Opfer fallen darf. Dem Rheinfall wurden - gegen den Willen von Zehntausenden - mit dem Bau des Kraftwerks Rheinau in den 50er Jahren bereits zwei Meter an Fallhöhe genommen. Dieser Sündenfall darf sich auf keinen Fall wiederholen.
Aqua Viva – Rheinaubund kann nachvollziehen, dass Leute, die an ewiges Wachstum glauben und keinen Respekt haben vor Monumenten der Natur, den noch 23 m hohen Wasserfall zur Stromproduktion nutzen möchten. Eine Ausgewogenheit zwischen Schutz und Nutzung wird damit – in einer sowieso bereits sehr intensiv genutzten Landschaft– endgültig zu einer Illusion.
Der Rheinfall ist Teil der Schweizer Identität. Er ist gleichsam ein Gesamtkunstwerk der Natur, von dem man auch nachts oder bei Schlechtwetter nicht einzelne Gliedmassen amputieren kann, um sie dann tagsüber, wenn die Touristen da sind, flugs wieder anzunähen. Es gibt den Rheinfall nur einmal. Erhalten wir diese Einzigartigkeit!
Stefan Kunz, Geschäftsführer, 079 631 34 67
Rheinfall unverhandelbar (100 kB)
Download Bild Rheinfall bei Schaffhausen
4. April 2013
Die Steinmann A-Z Vermietung GmbH plant einen kommerziellen Bootsbetrieb vom Schaffhauser Salzstadel zum Naturschutzgebiet Schaaren und zu anderen empfindlichen Gebieten. Aqua Viva - Rheinaubund und die Umweltverbände sind der Ansicht, dass das nationale Schutzgebiet Schaaren nicht noch mehr Besucher und Freizeitverkehr erträgt.
Medienmitteilung Bootsbetrieb Schaaren (272 kB)
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